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ExLab

Rückblick - Digitale Beteiligung mit DIPAS


Wann? 12. Oktober 2021
Wo? Online

Am 12. Oktober 2021 veranstaltete das Netzwerk Innenstadt NRW die zweite Ausgabe des neuen Formats „ExLab“ (Experimentierlabor). Aufbauend auf den Inhalten und geäußerten Wünschen der ersten Veranstaltung lag der Fokus nun auf Anwendungen für digitale Beteiligung. Besonders im Bereich der Stadtentwicklung und Bauleitplanung ist der Bedarf an Beteiligungsformaten groß, aber auch spezifischere Formen digitaler Beteiligung, wie zum Beispiel Fehler- bzw. Mängelmelder, finden sich in vielen Kommunen. Es zeigte sich, dass der Erfahrungsstand der Teilnehmer*innen sehr unterschiedlich ist und dass eine wesentliche Erwartung an die Tools die Handhabbarkeit sein müsse.

Um den Teilnehmer*innen einen praxisorientierten Einblick in ein digitales Beteiligungstool zu bieten, stand die open-source Plattform DIPAS (Digitales Partizipationssystem // www.dipas.org) im Zentrum der Veranstaltung. Herr Mateusz Lendziński von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen im Amt für Landesplanung und Stadtentwicklung der Stadt Hamburg stellte in einem kurzen Impulsvortrag die Hintergründe und Mehrwerte von DIPAS dar. Als Mischung aus digitaler Beteiligung und digitaler sowie analoger Vor-Ort-Beteiligung durch z. B. Touch Tables bietet die Plattform einen synchronisierten, hybriden Ansatz. Mithilfe einzelner Bausteine können innerhalb des Content Management Systems (CMS) verschiedene Beteiligungsprojekte angelegt werden. Durch eine Verknüpfung mit städtischen Geodaten können die Bürger*innen ihre Kritik, Ideen und Anmerkungen gezielt im Stadtraum verorten oder bspw. auf vorgeschlagene Planungen reagieren. Die Auswertung kann gebündelt und gezielt erfolgen.

Aktuell ist die Plattform DIPAS in Hamburg im Einsatz. Im Rahmen des geförderten Projekts „Connected Urban Twins“ soll die städtische Datenplattform erstmals städteübergreifend (Leipzig, München) erprobt werden. Perspektivisch soll die open-source Lösung DIPAS von weiteren Kommunen genutzt werden, um auf diese Weise eine Community zu bilden, die gemeinsam die technische und methodische Weiterentwicklung von DIPAS ermöglicht. Herr Lendziński betonte hier die kommunale Eigenverantwortung bei der Verwendung von DIPAS, bisher gebe es keinen Dienstleister für die Einrichtung der Plattform. Für interessierte Kommunen existiert jedoch bereits ein Wiki mit allen wichtigen Informationen und Erläuterungen, um das Tool auch in anderen Kommunen nutzbar zu machen.

In der Praxisphase des ExLabs konnten die Teilnehmer*innen die Anwendung von DIPAS anhand der Platzierung von digitalen Kommentaren und Textfeldern am Beispiel der Stadt Hamburg selbst testen und über Möglichkeiten und Herausforderungen der Implementierung einer solchen Plattform in der eigenen Kommune diskutieren.

Die Inhalte des Miro-Boards sind weiterhin für alle Interessierten einsehbar. Zugang zu den Inhalten erhalten sie hier.
 


Hinweis: Das „ExLab“ ist als wiederkehrendes Austausch- und Experimentierformat für digitale Anwendungen im Kontext von Stadtentwicklungsprozessen geplant. Der nächste Termin findet voraussichtlich am Dienstag, den 08. Februar 2022 statt. Thema wird noch einmal digitale Beteiligung sein. Wünsche bezüglich interessanter Plattformen oder Anwendungen nimmt das Netzwerk Innenstadt NRW gerne unter sandscheiper@innenstadt-nrw.de​​​​​​​​​​​​​​ entgegen.