Tagung Innenstadt 2019

Wem gehört die Stadt - Von der Teilhabe bis zur Mitwirkung


Am 20./21. Mai 2019 fand in Mülheim an der Ruhr die zehnte Tagung Innenstadt unter dem Titel „Wem gehört die Stadt - Von der Teilhabe bis zur Mitwirkung“ statt.

Auf der diesjährigen Tagung wurden aktuelle Lösungsansätze Von der Teilhabe bis zur Mitwirkung diskutiert, die ermutigen sollen, die Partizipation auf eine neue breite Basis zu stellen. Ziel der Tagung war es, über diese Themen in einen gemeinsamen gesellschaftlichen und kulturellen Austausch zu gelangen.

Neben vielfältigem bürgerschaftlichem Engagement bei der Stadtgestaltung gibt es auch Entwicklungen, die zeigen, dass in der Praxis immer häufiger Eigeninteressen von Beteiligten eine Rolle spielen. Dies führt in der Stadtentwicklung zusehends zu verhärteten Fronten zwischen Stadtverwaltungen und Bürgerschaft. Wie lässt sich also eine Streitkultur fördern, die zu konstruktiven, effektiven und gemeinwohlorientierten Prozessen in unseren Städten und Gemeinden führen kann?

Nicht nur für die Akteure aus Politik und Verwaltung, sondern für alle Beteiligten einer Stadtgesellschaft ist die Auseinandersetzung mit der Frage: Wem gehört die Stadt? ein zentraler Ansatzpunkt auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft. Die Schaffung und Erhaltung lebendiger und attraktiver Innenstädte und lebenswerter Quartiere kann nur eine Gemeinschaftsaufgabe aller sein. Gemeinsam passgenaue Lösungen zu entwickeln, die auf eine breite Akzeptanz stoßen und die allseits geforderte Identifikation und privates Engagement fördern, sind hohe Ansprüche an die Planung und Umsetzung städtebaulicher Vorhaben.

Vor dem Hintergrund der digitalen Transformation und komplexer werdender Stadtentwicklungsprozesse stellt sich zunehmend die Frage, wie sich eine Beteiligungskultur zukünftig entwickeln kann, um Städte gemeinsam effizient, nachhaltig und lebenswert zu gestalten.

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Folgende Schwerpunkte wurden auf der Tagung bearbeitet:

1. Brauchen wir eine neue Beteiligungskultur?Bei der Partizipation in Stadtentwicklungsprozessen vollzieht sich vielerorts ein Bewusstseinswandel. Kommunen entwickeln neue Strategien, um die Menschen vor Ort bei städtebaulichen Planungen und Entwicklungen frühzeitig mitzunehmen, um eine größere Akzeptanz und Identifikation zu erzielen. Aber braucht eine neue Beteiligungskultur auch ein neues Politikverständnis? Und wie können Kommunen mit den Forderungen nach mehr Transparenz und Partizipation umgehen? Wie muss die Basis dafür beschaffen sein?


2. Wie beteiligen wir?
Eine ergebnisorientierte Dialogkultur benötigt formelle und informelle Verfahren sowie auch analoge und digitale Beteiligungsmethoden. Welche crossmedialen Formate bürgerlicher Teilhabe haben sich international und hierzulande bereits bewährt? Wie lassen sich knappe personelle und finanzielle Ressourcen mit dem hohen Qualitätsanspruch an Information, Open Data und Partizipation vereinbaren?

3. Wen beteiligen wir?
Lebendige Städte mit Vielfalt und starke Stadtgesellschaften sind auf ein breites bürger-schaftliches Engagement angewiesen. Ziel vieler Beteiligungsstrategien ist die Mitnahme möglichst aller Zielgruppen, was in der Realität nicht immer gelingt. Wie schafft man es, die Menschen im Quartier zur Mitwirkung zu motivieren? Wie können Bedürfnisse, Ideen und Kompetenzen junger Menschen besser berücksichtig werden? Und wie können zugewanderte Menschen besser angesprochen werden, um sie in aufwertende Quartiersprozesse einzubinden?



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