Veranstaltung

Bürgerbeteiligungsprozesse in der Stadtentwicklungsplanung zwischen Vertrauenskrise und Konflikten

Institut für Städtebau und Wohnungswesen München, Institut für Städtebau Berlin

Kommunikation und Beteiligung sind als feste Bausteine in der kommunalen Entwicklungsplanung etabliert. Trotz der Vielzahl an Verfahren und Beteiligungsangeboten ist seit einigen Jahren ein schleichender Vertrauensverlust der Öffentlichkeit gegenüber der kommunalen Verwaltung und der Politik festzustellen. Die Glaubwürdigkeit und die Leistungsfähigkeit des Handelns von Politik und Verwaltung werden angezweifelt, was wiederum direkte Auswirkungen auf die Steuerung und Umsetzung städtebaulicher Projekte hat.

Der Anteil konfliktträchtiger Planungsverfahren steigt. Es kommt immer häufiger vor, dass sich die Öffentlichkeit nicht mit den Entscheidungen der Kommunalpolitik einverstanden zeigt oder beklagt, nicht ausreichend beteiligt worden zu sein. Emotionale Debatten und Proteste sind in vielen Kommunen gängige Reaktionen auf neue städtebauliche Projekte. In der Folge verzögern sich die Planungsverfahren oder werden im Zuge eines Bürgerentscheides in Frage gestellt. Zudem blockieren Abstimmungsdebatten für oder gegen ein Projekt die Suche nach alternativen Planungs- und Umsetzungsmöglichkeiten.

Ziel des Fachseminars ist es der Frage nachzugehen, welche Ursachen die Vertrauenskrise zwischen Politik, Verwaltung und der Öffentlichkeit hat, um darauf aufbauend Maßnahmen zu identifizieren, die das Vertrauensverhältnis wieder stärken können. Projektbezogen wird zudem erörtert, wie unterschiedliche Interessenlagen in Planungsprozessen ausreichend berücksichtigt werden können und gleichzeitig ein sachlicher, konstruktiver und ergebnisorientierter Dialog ermöglicht wird.

Weitere Informationen finden Sie hier.

« zur Newsübersicht