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Gestaltqualität zwischen Bahnhof und Innenstadt

Entree oder Tor, Visitenkarte oder Aushängeschild – so oder so ähnlich wird der Raum zwischen Bahnhof und Innenstadt gerne im übertragenden Sinne beschrieben. Kaum verwunderlich, schließlich übernehmen Bahnhöfe als Orte des Ankommens und des Empfangs eine bedeutsame gesellschaftliche und räumliche Funktion. Folglich avanciert auch der Raum zwischen Bahnhof und Innenstadt zu einem lokalen Sinnbild des „Herzlich Willkommen“-Grußes. Der meist stark frequentierte Stadtraum besitzt – nicht zuletzt in seiner Eigenschaft als Pendlerknotenpunkt im Alltag – eine imagegebende Wirkung. Für eine lebendige und attraktive Innenstadtentwicklung ist es deshalb lohnenswert, auch einmal das Areal zwischen Bahnhof und Innenstadt in den (planerischen) Blick zu nehmen, denn: Für den ersten (und auch letzten) Eindruck einer Stadt gibt es keine zweite Chance! 

Vielerorts entspricht das entstandene Bahnhofsumfeld sowie der Übergangsraum zur Innenstadt allerdings nicht (mehr) den aktuellen Anforderungen an eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung. Von einem städtischen Wohlfühlort kann dann nicht die Rede sein. Stattdessen ist das Vorhandensein einer geringen Aufenthaltsqualität kein Einzelfall, sondern begleitende Symptomatik spezifischer Defizite zwischen Bahnhof und Innenstadt: 

Das Netzwerk Innenstadt NRW führte drei Arbeitsgruppen-Termine zum Thema „Gestaltqualität zwischen Bahnhof und Innenstadt“ durch, um mit interessierten Mitgliedern in einen Austausch über die Gestaltung, Ausprägung und Funktionen dieses spezifischen Raums zu treten. Ziel war es, gemeinsam über Ansprüche und Problemlagen des Areals zu diskutieren und zu identifizieren, wie eine zweckdienliche Gestaltqualität hier angelegt und realisiert werden kann.

Welche Gestaltungselemente bedarf es auf lokaler Ebene, um die Integrationsfunktion für die Innenstadt auszufüllen? 
Wie kann der Raum zwischen Bahnhof und Innenstadt zu einem Aufenthalts- statt Durchgangsort entwickelt werden? 
Wie können räumliche (Multi-)Funktionalität und atmosphärische Gestaltqualität hier ineinandergreifen?