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Nachhaltige Infrastruktur
Schwerpunkt: Wasser in der Stadt

Von: Stiftung DIE GRÜNE STADT

Die Stiftung DIE GRÜNE STADT hat sich zur Aufgabe gemacht, das Bewusstsein von Bürgern und Entscheidungsträgern in Bezug auf den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wert von Grün zu schärfen. Dazu sammelt und veröffentlicht die Stiftung Informationen, die deutlich machen, dass Investitionen in den öffentlichen Raum, insbesondere in Grünflächen in der Stadt, direkte und indirekte Auswirkungen auf Gesundheit, Lebensqualität, Sicherheit, Wohnen und Erholung haben. Die bisher veröffentlichten Broschüren beleuchten mit verschiedenen Schwerpunkten die Wohlfahrtswirkung von Vegetation im städtischen Raum.

Die Broschüre „Nachhaltige Infrastruktur“ widmet sich dem Schwerpunkt Wasser. Nachhaltige Infrastruktur umfasst dabei alle Bereiche des Freiraums – Rot, Grün und Blau – und ist in erster Linie ausgerichtet auf ökologische und soziale Ziele. Denn genau wie Grün spielt auch das Naturelement Wasser eine wichtige ökologische Rolle im Stadtraum und wirkt sich positiv auf das lokale Klima und das Wohlbefinden der Menschen aus.

Wasser hat aber auch eine erhebliche Bedeutung als Gestaltungsmittel. In jüngster Zeit kommt dem Wasser eine neue, bedrohliche Dimension zu: Die Bewältigung von Starkniederschlägen, wie sie im Zuge der Klimaveränderung erwartet werden, stellt Kommunen und Investoren vor neue Aufgaben. Die Gestaltung des Freiraums, die verwendeten Materialien und Pflanzen, der Versiegelungsgrad und die Geländemodulation sind unter dem Aspekt eines nachhaltigen Wassermanagements zu sehen. Bei der Entwicklung neuer städtebaulicher Konzepte werden Wasser- und Grünprojekte heute gemeinsam geplant und verwirklicht.

Die Broschüre zeigt Beispiele für die vielfältigen gestalterischen Potentiale des Wassers im Städtebau und in der Landschaftsarchitektur. Der Anspruch ist nicht, eine differenzierte Vorstellung von Best-Practices mit allen relevanten Details, vielmehr soll sie Planern, Kommunen, Bauherren und Investoren Ideen zeigen und Anregungen liefern. Die Bandbreite der vorgestellten Projekte reicht von der Umwandlung ehemaliger Industrieareale bis zur Gestaltung eines innerstädtischen Platzes, vom naturnahen Rückbau eines Flusses bis zur intensiven Dachbegrünung. Das Interview mit Professor Dr. Stefan Körner vom Fachbereich Landschaftsbau, Landschaftsmanagement und Vegetationsentwicklung
der Universität Kassel beleuchtet das Thema Wasser übergreifend.