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Tagung Innenstadt 2015

Am 5. und 6. Februar 2015 beschäftigte sich die sechste Tagung Innenstadt in Witten mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Innenstädte. Das Thema fand große Resonanz bei städtischen Akteuren, Planern, Architekten, Handelsexperten, Soziologen sowie Journalisten. Unter dem Titel „DIE DIGITALE STADT – wie sich urbane Räume verändern“ wurden Möglichkeiten und Chancen ausgelotet, die der technische Fortschritt für eine bessere Zukunftsgestaltung bietet sowie die zunehmend weniger abschätzbaren Veränderungsprozesse beleuchtet. Smartphones, Tablets und Notebooks gehören heute ganz selbstverständlich zum Alltag. Die mobile Nutzung des Internets und die Möglichkeit des permanenten Austauschs in sozialen Netzwerken verändern die Verhaltensweisen und Entscheidungsprozesse der Menschen, was sich auf alle Lebensbereiche auswirkt. Mit der teils philosophischen Betrachtung dieser Aspekte führte Prof. Dr. Armin Grunwald in das Thema ein. Er hob die menschliche Fähigkeit hervor, sich an neue Gegebenheiten anzupassen und beschrieb, wie der Fortschritt auf uns wirkt und uns verändert. Analog zu den Inhalten der Tagung konnten die Teilnehmer an vier Exkursionen teilnehmen und sich über Projekte aus der kommunalen Praxis informieren. Einsichten gab es in Handels- und Tourismusstrukturen, in klimafreundliche Aspekte, zu Mobilitätskonzepten genauso wie zur Vernetzung und Open Data Ideen. Minister Groschek betonte, wie wichtig digitale Innenstädte künftig sind und unterstrich die Bedeutung, das Analoge mit dem Digitalen zu verknüpfen. Dabei gilt, bei der Gestaltung der Innenstädte das Augenmerk auf den öffentlichen Raum zu richten. Dr. Dirk Graudenz nahm die soziale Dimension und Bedeutung der Innenstädte in den Fokus, bevor die Vertiefung der drei folgenden Themenblöcke stattfand:

  • Der innerstädtische Handel – Kaufverhalten, Strukturen und Visionen

Welche Voraussetzungen benötigt der Handel von den Kommunen, um sich zukunftsfähig aufzustellen? Welche Bedeutung hat freies WLAN für die Innenstadtentwicklung?

  • Die neue Mobilität – intelligent, vernetzt und smart

Wie sieht die urbane Mobilität in Zukunft aus? Lässt sich innerstädtischer Verkehr mit digitaler Technik nachhaltiger gestalten und lassen sich urbane Räume zurückgewinnen?

  • Die offene Stadt – Open Data und Social Media

Wie lassen sich kommunale Daten für die Stadtentwicklung nutzen? Welche Potenziale eröffnet Open Data für die Zivilgesellschaft und wie wirkt das auf Stadtkommunikation und Beteiligungsprozesse?

Dazu äußerten sich die Referenten in Fachvorträgen, Interviews und Praxis-Talks. Die Dokumentation spiegelt die Formate mit den wesentlichen Inhalten wider. Wie im Vorjahr gab es die Möglichkeit, sich via Twitter in die Diskussion einzubringen. Am Ende resümierte Benjamin Brüser, Architekt und Mitbegründer von Emmas Enkel, und betonte, dass die digitale Welt auch im Handel kaum Grenzen kennt. Regionale Grenzen seien nicht mehr so relevant und in Zukunft gilt es, in der Online-Welt durch Kräftebündelung das gemeinsame Potenzial zu nutzen und neue Konzepte zu entwickeln.

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