Geldern

Die Stadt Geldern liegt linksrheinisch im Kreis Kleve nordwestlich der Großstädte Krefeld, Duisburg und Düsseldorf an der Grenze zum Königreich der Niederlande. Das Stadtgebiet von Geldern befindet sich im Nahbereich der bedeutendsten Binnenwasserstraße und Entwicklungsachse Europas, dem Rhein, und verfügt über gute infrastrukturelle Anbindungen an die Agglomerationsräume Rhein-Ruhr und Randstad Holland. Geldern ist Mitglied der Euregio Rhein-Waal und bietet als Mittelzentrum eine große städtische Auswahl von Einkaufs-, Arbeits-, Schul-, Sport-, Freizeit-, und Kulturangeboten. Durch das ländlich geprägte Umfeld weist Geldern ein großes Einzugsgebiet in den Bereichen sich Bilden, Arbeiten und sich Versorgen auf. Die Einzelhandelszentralität liegt bei 110 % und belegt den Kaufkraftzufluss.

Mit rund 35.000  Einwohnern besteht Geldern – neben der Kernstadt – aus weiteren sieben Ortschaften; Hartefeld, Kapellen, Lüllingen, Pont, Veert, Vernum, Walbeck. Leuchtturmprojekte wie die Entwicklung des Nierspark sorgen für eine Attraktivitätssteigerung und weitere Zuzüge, insbesondere von Familien (10,1‰). Die Stadt ist verkehrsgünstig gelegen, mit Anbindungen an die Bundesstraßen 9 und 58 sowie die Autobahnen 40 und 57. Die Flughäfen Weeze (20 Minuten) und Düsseldorf (45 Minuten) sind schnell zu erreichen. Der Bahnhof in Geldern verfügt über eine direkte RE-Anbindung zwischen der Kreisstadt Kleve und der Landeshauptstadt Düsseldorf, sowie mehrere lokale und regionale Buslinien.

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Projekt: Retail Lab - Geschäftsidee auf Probe

Geldern ist die zweitgrößte Gemeinde im Kreis Kleve. Die insgesamt 263 Einzelhandelsbetriebe verfügen über eine Gesamtverkaufsfläche von rd. 62.250m². Das Innenstadtzentrum zeichnet sich durch ein quantitativ vielfältiges Einzelhandelsangebot aus – 50 % der gesamtstädtischen Einzelhandelsbetriebe sind dort ansässig. Aus diesem Grund ist das Innenstadtzentrum das wichtigste Nahversorgungszentrum Gelderns.

Doch auch Leerstände findet man in der Innenstadt; Inhaber gehen in Ruhestand, Ladenlokale wirken nicht mehr zeitgemäß und sind zu klein für moderne Shopping-Ansprüche, insbesondere der Filialisten. Mit einem Wettbewerb zum „Retail Lab“ hat Geldern in 2017 eine Aktion gegen den Leerstand und für neue Geschäftsideen ins Leben gerufen.

Mit dem Projekt zum Ausprobier-Geschäft verfolgte man gleich mehrere Ziele: Die Leerstände sollten strategisch belebt und dadurch verringert, langfristig die Attraktivität der Innenstadt gefördert und eine proaktive Atmosphäre geschaffen werden. Auf der anderen Seite wollte man junge Unternehmer mit neuen, zukunftsfähigen Ideen in die Stadt locken. Gründungsbarrieren sollten durch niedrige Investitionskosten, Service- und Begleitangebote gesenkt werden. So sollte insbesondere die Ansiedlung des inhabergeführten Einzelhandels unterstützt werden. Durch die Umsetzung mit mehreren Projektpartnern und eine breit angelegte Kommunikation mit regionaler und überregionaler Presse- und Funkbeteiligung sollte Interesse geweckt und Aufmerksamkeit auf die innovative Stadt am Niederrhein gelenkt werden.

Mit den Projektpartnern Niederrheinische Industrie- und Handelskammer (IHK), Gelderner Gründerzentrum und bjw + p Steuerberatungsgesellschaft mbB wurde die Idee des Retail Lab genauer gefasst. Das Angebot in der Ausschreibung umfasste

  • ein gut geschnittenes Ladenlokal
  • flexible Mietverträge zu günstigen Preisen, je nach Bedarf sollte man einen Teil des Ladenlokals, einzelne Arbeitsbereiche wie ein Büro oder eine Ausstellungsfläche oder nur einzelne Regal-Meter anmieten können
  • die Nutzung eines vorhandenen Kassensystems
  • ein umfassendes Beratungsangebot zur wirtschaftlichen Planung, Web- und Außenauftritt, Marketing, Fördermöglichkeiten, Behörden- und Steuerangelegenheiten
  • ein Netzwerk von Unterstützern.

Der Aufruf zur Bewerbung um einen Platz im Retail Lab erfolgte durch regionale und überregionale Public Relations, wie Gründerberatungsstellen, Hochschulen, Berichte in Printmedien, Rundfunkbeiträge und Social Media Aktivitäten. Mit einer kurzen Projektskizze und den ausgefüllten Teilnahmeunterlagen konnte man sich zum Stichtag bewerben. Ein Gremium aus Projektpartnern und Unterstützung bewertete die eingegangenen Bewerbungen und entschied sich für „Lieber unverpackt“.

Jens Bormann, bjw + p Steuerberatungsgesellschaft mbB, Michael Rüscher, IHK-Geschäftsführer Zweigstelle Wesel, Tim van Hees-Clanzett, Wirtschaftsförderer der Stadt Geldern
Rainer Horst Höppner, IHK Mittlerer Niederrhein, Andreas Pinkwart, Wirtschaftsminister, Burkhard Landers, IHK Präsident, Sven Kaiser, Bürgermeister Stadt Geldern, Bildrechte: © IHK


„Lieber unverpackt“
setzt die Geschäftsidee des verpackungslosen Einkaufs um und ist bislang eher aus Großstädten wie Berlin und Köln bekannt. Die feierliche und medienwirksame Konzeptvorstellung erfolgte am 08.09.2017 im Rahmen des Heimat Shoppens durch den NRW Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart. Der unverpackt Laden eröffnete im Dezember 2017.

Nach sechs Monaten der Geschäftstätigkeit, im Sommer 2018, haben weitere Beratungs- und Unterstützungstermine im „lieber unverpackt“ stattgefunden. Es wurde auf die vergangenen sechs Geschäftsmonate zurückgeschaut, nachjustiert und insgesamt ein positives Zwischenfazit gezogen. Die Selbstständigkeit ist tragfähig und besteht weiter. Neben dem Verkauf von losen Lebensmitteln, Hygieneprodukten und Haushaltswaren sind neue Bausteine wie ein Bistro und Themenkurse hinzugekommen.

Die Projektkosten wurden bei der Stadt für eine Testphase von einem Jahr mit 25.000 Euro veranschlagt. Doch auch nach diesem Projektzeitraum soll es weitergehen. In 2018/19 liegt der Schwerpunkt des Ladenmanagements auf der Vermarktung des Standorts Geldern für den Handelsbereich Innenstadt. Mit der frisch erschienenen Standortbroschüre liegen gebündelte Informationen für eine gezielte Standortvermarktung vor, zusätzlich sollen in Austauschgesprächen neue Ideen gesammelt und aufgegriffen werden. Eine Neuauflage des Retail Lab steht an, ergänzt um die Themen Coworking und lokaler Treffpunkt.


Ansprechpartner:

Tim van Hees-Clanzett
Wirtschaftsförderer
Stabsstelle Wirtschaftsförderung
Telefon: 02831 398-272
Telefax: 02831 398-98 272
E-Mail:   tim.clanzett@geldern.de
Internet: http://www.geldern.de

Bildrechte, soweit nicht anders angegeben: © Stadt Geldern


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Informationen zur Initiative "Heimat-shoppen"

 

 

Ladenlokal Glockengasse Ecke Heilig-Geist-Gasse, Geldern