19.02.10

Mehr als 350 Teilnehmer bei Tagung Innenstadt NRW

Von: Netzwerk Innenstadt NRW

Erfolgreiche erste öffentliche Tagung des Netzwerk Innenstadt NRW in Arnsberg

Münster / Arnsberg. Mehr als 350 Teilnehmer haben heute im Kaiserhaus in Arnsberg an der „Tagung Innenstadt 2010“ des Netzwerk Innenstadt NRW teilgenommen. Im Fokus der Veranstaltung unter dem Motto „Handlungsfähig bleiben – Zentren stärken in Krisenzeiten“ standen die zentralen Rahmenbedingungen integrierter Innenstadtentwicklung. Neben zentralen Thesen des demnächst erscheinenden Positionspapiers des Netzwerkes zur derzeitigen Situation der Innenstädte in NRW wurden dabei auch Praxisbeispiele Integrierter Innenstadtentwicklungskonzepte vorgestellt sowie Einblicke und Statements aus der Planungspraxis gegeben. Lutz Lienenkämper, Minister für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, zeichnete im Rahmen der Tagung zudem die Preisträger des Landeswettbewerbs „Ab in die Mitte! – Die City-Offensive NRW“ 2010 aus.

Lienenkämper betonte in seiner Ansprache die Notwendigkeit neuer Ansätze, um die Innenstädte zu stärken: „Wir benötigen Strategien, um alle Beteiligten für eine integrierte Innenstadtentwicklung zu mobilisieren. Kommunen, Handel und Gewerbetreibende, Immobilienbesitzer und engagierte Bürger müssen sich gemeinsam auf Ziele verständigen.“ Das Netzwerk Innenstadt NRW sei in vielerlei Hinsicht auf dem richtigen Weg: „Überall sind die Herausforderungen ähnlich. Aber niemand muss das Rad neu erfinden, manchmal hilft das Gespräch mit der Nachbarstadt bei vergleichbaren Problemlagen. Die Zeiten, in denen die öffentliche Hand ‚Rundum-sorglos-Pakete’ vorhalten konnte, sind schon lange vorbei. Lebenswerte Städte, starke Gemeinden und attraktive Zentren, in denen sich die Menschen heimisch fühlen, lassen sich bei knappen Kassen nur dann gewährleisten, wenn privates und öffentliches Engagement einander zielgerichtet ergänzen."

Nachdem Prof. Sigurd Trommer als Mitglied des Fachbeirats des Netzwerk Innenstadt NRW wesentliche Herausforderungen und zukünftige Entwicklungen für die Innenstadt in NRW vorgestellt hatte, erläuterte Anne Luise Müller, Leiterin des Stadtplanungsamtes der Stadt Köln, als Praxisbeispiel integrierter Innenstadtentwicklung den Städtebaulichen Masterplan Innenstadt Köln. Das städtebauliche Entwicklungskonzept der Innenstadt Lemgo stand im Fokus des Vortrages von Friedrich Wolters (Wolters Partner), während Dr. Bernhard von Mutius (Leiter des Bergweg-Forum „Denken der Zukunft“) nach der Mittagspause in einem impulsiven Vortrag beleuchtete, welche Gestaltungsmöglichkeiten auch für das „Unternehmen Stadt“ trotz eingeschränkter finanzieller Ressourcen bestehen.

Am Nachmittag wurde innerhalb zweier Gesprächsrunden erörtert, welche kreativen Wege sich Kommunalvertreter auch in Krisenzeiten eröffnen. Praktische Beispiele stellten den maßvollen, kooperativen und aktivierenden Ressourceneinsatz in der Innenstadtentwicklung dar. Prozesse und Strategien aus exemplarischen Städten führten die Denkmuster der beteiligten Akteure zusammen und zeigten Handlungsspielräume auf.

Zu Beginn der Tagung hatte Minister Lienenkämper gemeinsam mit Axel Funke (Vorsitzender der Geschäftsführung der Multi Development Deutschland GmbH) die Siegerehrung des Landeswettbewerbs „Ab in die Mitte! – Die City-Offensive NRW“ vorgenommen. 20 nordrhein-westfälische Städte und Gemeinden veranstalten in diesem Jahr die City-Initiative „Ab in die Mitte!“ unter dem Motto „Stadt:Kern:Gesund“. Blomberg, Bocholt, Brühl, Castrop-Rauxel, Gelsenkirchen, Goch, Hamm, Herzogenrath, Ibbenbüren, Neuss, Oberhausen, Ostbevern, Rhede, Rheine, Salzkotten, Schöppingen, Sundern, Vlotho, Wesel und Winterberg erhalten eine Teil- oder Komplettförderung, um ihre Konzepte umzusetzen.

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