Herausforderungen in den Zentren

Im Jahr 2007 lebten erstmals in der Geschichte mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Bis zum Jahr 2050 wird der Anteil der Stadtbevölkerung auf über 70% steigen. Für die Zukunft der europäischen Stadt haben unsere Innenstädte sowie Stadt- und Ortsteilzentren eine herausragende Bedeutung. Das Spektrum der zentralen Räume und Versorgungsbereiche reicht hierbei von kleinen Ortskernen und Nahversorgungsfunktion über Orts- und Stadtteilzentren mit lokaler Bedeutung bis hin zu Innenstadtzentren mit regionalen Einzugsbereichen. All diese Zentren sowie ihr Zusammenspiel sind die Grundlage und Voraussetzung für ein vielfältiges und leistungsfähiges Siedlungssystem in Nordrhein-Westfalen.

Die Zentren sind Orte für Wirtschaft und Kultur, Orte zum Arbeiten und Wohnen, für Versorgung und Freizeit. Zugleich sind sie Identifikationsorte der Gesellschaft und Kristallisationspunkte für das Alltagsleben. In ihnen entscheiden sich sozialer Zusammenhalt, ökologische Verträglichkeit, ökonomische Tragfähigkeit und kulturelle Innovation unserer Städte und Gemeinden. Aufgrund des sozialen, wirtschaftlichen, technischen und demografischen Wandels sowie der Entwicklung zur Informationsgesellschaft erleben Innenstädte und Ortskerne eine gewisse Renaissance. Gleichzeitig durchleben sie einen Funktions- und Strukturwandel, der verbunden mit Stagnation und Schrumpfung die Zentren vor neue Herausforderungen stellt.