Dülmen
Die Stadt
Die Stadt Dülmen liegt inmitten der münsterländischen Parklandschaft und ist mit ca. 47.000 Einwohnern die größte Stadt im Kreis Coesfeld. Sie übernimmt als Mittelzentrum eine wichtige Funktion im Kreisgebiet und Regierungsbezirk Münster.
Dülmen verbindet die naturräumlichen Vorzüge des Münsterlandes mit einer modernen Infrastruktur, einer breit gefächerten Schul- und Bildungslandschaft, einem abwechselungsreichen Kulturprogramm, attraktiven Sport- und Freizeiteinrichtungen und guten Einkaufsmöglichkeiten. Darüber hinaus hat sich die Stadt Dülmen auch als attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort etabliert.
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In Dülmen wird traditionell viel Rad gefahren, was durch das sehr gut ausgebaute Radwegenetz gefördert wird. Ausgedehnte Parkanlagen und reizvolle Naturräume wie der Wildpark, eine nach englischem Vorbild angelegte Parkanlage aus dem 19. Jahrhundert, die Wildpferdebahn mit den berühmten Dülmener Wildpferden und der Merfelder Bruch bieten einen hohen Freizeit- und Erholungswert, der jedes Jahr auch gern von tausenden Radtouristen in Anspruch genommen wird.
Im Zuge der kommunalen Neuordnung im Jahr 1975 sind die umliegenden, ländlich geprägten Gemeinden Buldern, Hausdülmen, Hiddingsel, Kirchspiel Dülmen, Merfeld und Rorup mit der Stadt Dülmen zusammengeschlossen worden. Aber auch weiterhin zeichnet sich jeder der Ortsteile durch seine besonderen Merkmale, seine eigene Lebensart und Identität aus.
Die Stadt Dülmen kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Schon in der Bronzezeit siedelten sich Menschen an den Rändern des Dülmener Höhenrückens an, ebenso sind römische Niederlassungen nachgewiesen. Erste urkundliche Erwähnung fand Dülmen im Jahr 889. Mit Erteilung der Gerichtsbarkeit und Verleihung der Stadt- und Marktrechte im Jahr 1311 stieg die Bedeutung Dülmens als Siedlungsstandort stetig an. Die Stadt wurde mit Wällen, Mauern, Gräben und Toren gesichert. Die bauliche Entwicklung vollzog sich im Wesentlichen innerhalb der Wallanlagen, die bis heute im Stadtgrundriss ablesbar sind. Erst im Zuge der Industrialisierung erfolgte durch die Ansiedlung von Textil- und später stahlverarbeitenden Betrieben in dem Grüngürtel der Stadt ab Mitte des 19. Jahrhunderts eine erste Stadterweitung außerhalb des Wallsystems. Im März 1945 wurde fast die gesamte Innenstadt durch Bombenangriffe der Alliierten zerstört. Nur wenige Gebäude haben die Angriffe weitgehend unbeschadet überstanden. Das Stadtbild wird heute weitestgehend von einer einheitlichen Bebauung der 1950er und 60er Jahre geprägt. Vor allem ist es dem tatkräftigen Wiederaufbau der Dülmener zu verdanken, dass einige wichtige Gebäude wiederhergestellt worden sind und somit auch den folgenden Generationen noch ein Eindruck vom ehemaligen historischen Stadtkern vermittelt werden kann.
Aktuell werden insbesondere Gestaltungsmaßnahmen im öffentlichen Raum durchgeführt: Im Jahr 2010 wurden die in die Jahre gekommenen Fußgängerzonen Markt- und Viktorstraße zu attraktiven Einkaufsstraßen umgestaltet. Mit der Umgestaltung der Coesfelder Straße bei gleichzeitiger Einrichtung eines verkehrsberuhigten Geschäftsbereiches wird im Jahr 2011 nicht nur eine wichtiger Baustein zur Erhöhung der Aufenthalts – und Gestaltqualität umgesetzt, sondern auch der Einstieg in die Umsetzung eines weitreichenden Verkehrsberuhigungskonzeptes für die Innenstadt vollzogen. Zudem sollen die Umbaumaßnahmen zu einer Verbesserung der Funktionalität und der Familienfreundlichkeit sowie zu einem Abbau von Barrieren für Menschen mit Behinderungen führen.Um die Dülmener Innenstadt langfristig als Handelsstandort zu stärken, wird seitens der Stadt angestrebt, ein Einkaufscenter mit attraktiven Magnetbetrieben an zentraler Stelle zu platzieren. Dabei sollen eine für Dülmen typische Maßstäblichkeit der Baustrukturen und eine hohe gestalterische Qualität bei einer Realisierung sichergestellt werden.
Zur Aktivierung der Münsterstraße, einer Hauptgeschäftsstraße, die vor allem aufgrund der hohen Verkehrsbelastung in den vergangenen Jahren einen Bedeutungsverlust hinnehmen musste, haben Geschäftsleute und Hauseigentümer eine Initiativgemeinschaft zur Gründung einer Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) ins Leben gerufen.
Neben einer Stärkung des Einzelhandels soll in den nächsten Jahren auch die Funktion der Innenstadt als Wohnstandort weiter ausgebaut werden. Hierzu sollen das Wohnumfeld weiter gestalterisch verbessert und innenstadtnahe Flächenpotenziale für die Errichtung von modernen und qualitätsvollen Wohnquartieren entwickelt werden
