Vreden

Die Stadt Vreden liegt im westlichen Münsterland, in der sogenannten Münsterländer Parklandschaft. Die Stadt ist gegliedert in den Stadtkern, fünf Kirchdörfer sowie fünf Bauerschaften. Die Stadtstruktur wird wesentlich durch den Verlauf der Berkel geprägt, die das Gemeindegebiet von Südosten nach Nordwesten durchfließt.

Rund zwei Drittel der Vredener Stadtgrenze bildet gleichzeitig die Grenze zu den Niederlanden. Diese exponierte Lage und die über 1.200-jährige Geschichte mit ihren zahlreichen kulturellen Schätzen sind prägende Faktoren der Stadtentwicklung.

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Integriertes Handlungskonzept Innenstadt (IHI)


Das Integrierte Handlungskonzept (IHK) für die Innenstadt Vredens wurde mit breiter Öffentlichkeitbeteiligung durch das Büro pp a|s pesch partner architekten stadtplaner erarbeitet und vom Rat 2012 beschlossen. Durch eine Vielzahl von Projektideen soll auch mit Hilfe von Städtebaufördermitteln die Innenstadt gestärkt werden.

Ausgehend vom Projekt „Innenstadt – Wohnen, Einkaufen, Erleben“ in dessen Arbeitskreisen sich Fachleute aus Betrieben und Organisationen sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger sich aktiv beteiligt hatten, wurden ein Leitbild und Entwicklungsziele erstellt. Die Bereiche Zentrum, KulturQuartier und Berkelaue sollen gestärkt und besser untereinander vernetzt werden. Die überwiegende Anzahl der entwickelten Projekte sind an räumlichen und inhaltlichen Zielsetzungen ausgerichtet. Zu beachten ist auch die besondere Situation, dass mit der Berkel, dem Ausbach und dem Stadtgraben in Verbindung mit dem Stadtpark ein einzigartiges Gewässer- und Freiraumsystem in Vreden existiert, das in die Innenstadtentwicklung eingebunden wird.

Durch die bessere Verknüpfung kultureller Einrichtungen und den Ausbau des kulturellen Angebots wird in der Übergangszone zwischen zentraler Innenstadt und der Berkelaue ein einzigartiges KulturQuartier geschaffen. Zentraler Bestandteil ist dabei das Projekt „kult – Kultur und lebendige Tradition“ (Kulturhistorisches Zentrum Westmünsterland). 

In 2013 konnte die Stadt Vreden in Düsseldorf für einige Projekte bereits Förderbescheide von der Landesregierung entgegennehmen. Neben den bereits länger in Aussicht gestellten Bescheiden für das „kult“ und ein Citymanagement hat Vreden für die Projekte Lichtkonzept, Platzgestaltung Aechterhook, Stadteingang Windmühlentor sowie Besucher- und Parkleitsystem eine Förderzusage bekommen. In 2014 erhielt Vreden die Förderbescheide für eine Gestaltungssatzung, einen Fassadenwettbewerb, ein Haus- und Hofflächenprogramm, innerstädtische Kinderspielstationen, die Zuwegung zum „kult“, für den Stadteingang Süd, die Kulturachse und den Bereich Königstraße/Kirchplatz.

Insgesamt hat sich das bestehende IHK bewährt. Gleichwohl sollen aus verschiedenen Gründen einige Aspekte im IHK optimiert werden.


kult – Kultur und lebendige Tradition


Ein Schlüsselprojekt des IHK ist der Bau des „kult“. Ende 2013 wurde das "kult" in die entscheidende Qualifizierungskategorie A der REGIONALE 2016 aufgenommen. Der Stadtrat Vreden und der Kreistag Borken haben daraufhin den Bau und die Umsetzung des Gesamtkonzeptes für das "kult" beschlossen.

Nun werden das Hamaland-Museum, das Landeskundliche Institut Westmünsterland und die Archive des Kreises Borken und der Stadt Vreden unter einem Dach zum Kulturhistorischen Zentrum Westmünsterland, dem „kult“ gebündelt.

Die Kulturgeschichte der Region kennen und sich mit den Herausforderungen der Zukunft auseinandersetzen ist eines der Ziele der Projektidee. Neben der Sammlung und Präsentation werden die kulturelle Bildung, das Forschen und Lernen und die Netzwerkarbeit von besonderer Bedeutung sein.

Das „kult“ soll als Motor und Impulsgeber die Entwicklung von Angeboten der kulturellen Bildung vorantreiben. In allen Bereichen, sei es im Präsentationsbereich oder im Bereich „Forschen und Lernen“, gehören Elemente der kulturellen Bildung zu den Kernaufgaben. Einige der Schwerpunkte sind die Förderung des außerschulischen Lernens, die Etablierung von Bildungspartnerschaften und die Ausbildung von regionalen Museumsführern.

Das „kult“ versteht sich vor diesem Hintergrund als Impulsgeber und Drehscheibe für die kulturelle Bildung im Westmünsterland einschließlich der niederländischen Grenzregion. Unter diesem Leitgedanken stehen interdisziplinäre  Zusammenarbeit, Ausstellungen, Forschungs- und Lehrprojekte im Mittelpunkt. In Vreden entsteht so ein Knotenpunkt, der das kulturelle Gesamtprofil der Region stärkt und die Identität mit der Region fördert. Zentral in der Innenstadt auf der Kulturachse steht das neue Gebäude mit dem offenen Foyer, welches zugleich an der Kreuzung von Wegen und Blickachsen zu Kirchenlandschaft und Berkelaue liegt.

Altes Rathaus in Vreden
Kulturhistorisches Zentrum, Entwurf
Foto: Pool Leber Architekten
Erster Spatenstich
Foto: Kreis Borken
Baustellenfoto
Baustellenfoto

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