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Duisburg

Die Stadt Duisburg versteht sich als Scharnier zwischen der Rheinschiene und der Metropole Ruhr. Duisburg ist die westlichste Großstadt des Ruhrgebietes, Universitätsstadt und Oberzentrum des Niederrheins mit dem größten Binnenhafen Europas. Prägender Faktor in der Stadtentwicklung ist die Lage an der Mündung der Ruhr in den Rhein, der sich 37,5 Kilometer lang durch Duisburg windet.

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Integriertes Handlungskonzept Innenstadt (IHI)

 

Grundlage für das Integrierte Handlungskonzept Innenstadt bildete die Stadtentwicklungsstrategie Duisburg 2027 sowie die Ziele des Masterplanes Innenstadt des Büros Foster + Partners London. Das vorgelegte IHI knüpft unmittelbar an die Aktivitäten und Projekte an, die in den zurückliegenden Jahren eingeleitet bzw. umgesetzt wurden und macht ein strategisches Steuern der anstehenden Entwicklungen im privaten und öffentlichen Sektor möglich.

Ausgehend von der thematischen Betrachtungsebene der Handlungsfelder und der räumlichen Betrachtungsebene der Aktivitätszonen werden die strategischen Ziele des Masterplanes und Duisburg 2027 konkretisiert. Klar formulierte Ziele und ein detailliert beschriebenes Maßnahmepaket geben die Leitlinien für die Entwicklung der Innenstadt in den nächsten 5 bis 6 Jahren vor. Die öffentlichen Investitionen zielen insbesondere darauf ab private Investitionen zu flankieren und weitere nach sich zu ziehen.

Eine der zentralen Aktivitätszonen im Handlungskonzept bildet das Bahnhofsumfeld mit der Gestaltung des Bahnhofsplatzes, der Planung und des Umbaus im Bereich des Ostausgangs sowie der Planung und Gestaltung der Hauptachse zum Bahnhof, der Friedrich-Wilhelm-Straße.


Gestaltung des Bahnhofsplatzes

 

Ziel der Gestaltung des Bahnhofsplatzes ist es, das westliche Bahnhofsumfeld durch Schaffung eines repräsentativen Eingangsbereiches für die Innenstadt städtebaulich aufzuwerten. Durch eine qualitätsvolle Gestaltung soll eine der Bedeutung des Ortes entsprechende Aufenthalts- und Gestaltungsqualität im Platzbereich geschaffen werden. Die Wegebeziehungen in die Innenstadt sollen städtebaulich verbessert werden.

Der Gestaltungsentwurf wurde unter größtmöglicher Beteiligung der Öffentlichkeit im Rahmen eines mehrstufigen Beteiligungsverfahrens erarbeitet. Die Struktur des Platzes und der Gestaltungsentwurf wurden in Fachdialogen, einer Leitbildwerkstatt und in einem anschließenden Charrette-Verfahren (einwöchiger Beteiligungsworkshop) diskutiert und erarbeitet. Das Ergebnis wurde nachbereitet und in einer zweitägigen Mini-Charrette abschließend präsentiert.

Durch diesen kooperativen öffentlichen Prozess wurde eine für Duisburg spezifische Platzgestaltung mit vier Funktionsbereichen erarbeitet. Insbesondere wurden Funktionen und Formen, Qualitäten und der Platzcharakter diskutiert, die städtebauliche Einbindung vertieft, Materialproben verglichen und vorgestellt, Rahmenbedingungen für die Durchführung von Veranstaltungen und die gestalterischen Parameter einer künstlerischen Inszenierung auf dem Platz aufgestellt.

Zu jedem einzelnen Beteiligungsschritt waren Bürger sowie Vertreter der Politik, der Fachverwaltung und Träger öffentlicher Belange zur Mitwirkung eingeladen. Das gewählte "Charrette-Verfahren" garantierte die geforderte Transparenz und das gemeinsame Planen von Architekten, Stadtplanern, Fachplanern, Nachbarn und Nutzern sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern auf Augenhöhe. Es hat sich als konsequent öffentliches Verfahren mit einer hohen Ziel- und Ergebnisorientierung bewährt und den Beteiligten viele positive Erfahrungen ermöglicht.

Im Nachgang des Beteiligungsverfahrens ist das Ergebnis mit den beauftragten Planungsbüros Grontmij GmbH und Club L94 Landschaftsarchitekten GmbH bis zur Reife der Ausführungsplanung ausgearbeitet worden. Geplanter Baubeginn ist März 2016. Die Fertigstellung ist für Herbst 2017 vorgesehen.

Sowohl das Beteiligungsverfahren als auch der aus diesem hervorgegangene Gestaltungsentwurf werden mit Städtebauförderungsmitteln aus dem Programm „Aktive Zentren“ gefördert.

Weitere Informationen: www.duisburg.de/ihi

Bildrechte: Stadt Duisburg