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Dinslaken

Dinslaken ist eine große kreisangehörige Mittelstadt mit ca. 70.000 Einwohnern. Sie liegt am unteren Niederrhein und gehört zur Metropolregion Rhein-Ruhr. Die Stadt bildet die Schnittstelle zwischen Ruhrgebiet und Niederrhein und profitiert somit sowohl von der attraktiven niederrheinischen Naturlandschaft als auch von den Vorteilen des hochverdichteten Ruhrgebietes. Dinslaken ist auch als das grüne Tor zum Ruhrgebiet bekannt. Im Norden angrenzend befinden sich Voerde und Hünxe (Kreis Wesel), im Süden und Osten grenzen die Städte Duisburg, Oberhausen und Bottrop an.

Wie viele andere Kommunen am Rande des Ruhrgebiets war Dinslaken erheblich vom Strukturwandel betroffen. Im Bereich der Innenstadt wirkte sich die Schließung des Hertie-Warenhauses besonders negativ auf die Einzelhandelsentwicklung aus. Seitdem hat sich jedoch viel getan. Das Bild der Innenstadt hat sich durch die vielzähligen Maßnahmen der Innenstadtentwicklung bereits stark gewandelt.

Zum Stadtprofil


Aufwertung der Innenstadt

Im Jahr 2009 wurde ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept erarbeitet, vom Rat der Stadt beschlossen und 2014 fortgeschrieben. Auf dieser Grundlage wurde Dinslaken 2010 in das Förderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ aufgenommen. Übergeordnetes Ziel stellt die Stärkung und die Attraktivitätssteigerung der Innenstadt Dinslaken als multifunktionales Zentrum dar. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden bereits eine Vielzahl an Maßnahmen umgesetzt. Bauliche Projekte wie die Umgestaltung der zentralen Plätze „Am Neutor“ sowie „Neutorplatz“ oder die Umgestaltung der „grünen Achse Rutenwall“ geben der Innenstadt neue Impulse. Seit 2011 ist ein Citymanagement zur Aktivierung der lokalen Akteure eingerichtet und eine Reihe verschiedener Konzepte wurden erstellt. Zentraler Baustein war die Fertigstellung der „Neutor Galerie“, einem Einkaufscenter mit ca. 16.000 m2 Verkaufsfläche am Standort des ehemaligen Hertie-Warenhauses.

Im Integrierten Stadtentwicklungskonzept wurden räumlich-funktionale Schwerpunkte innerhalb der einzelnen Bereiche des Programmgebietes gesetzt und die Stärkung der räumlichen Verbindungen untereinander als Ziel formuliert. Dies resultiert daraus, dass die Innenstadt Dinslakens aus drei Quartieren mit unterschiedlicher Prägung besteht. Der Bahnhofsbereich ist der Ort des Ankommens, das Entree in die Innenstadt und zentraler ÖPNV-Knotenpunkt. Die Neustadt mit der Fußgängerzone Neustraße und dem Neutorplatz mit angrenzender Neutor Galerie stellt das moderne Handelszentrum dar und die Altstadt bildet den historischen Ursprung der Stadt mit historischem Stadtgrundriss, Stadtpark, viel Kultur und Gastronomie als Ort der Identifikation.


Weihnachtsschmuck während der Umbauphase
Bahnstraße nach der Umgestaltung

Projekt Bahnstraße

Die Bahnstraße stellt eine dieser zentralen Verbindungen in der Innenstadt dar. Sie ist eine wichtige innerstädtische Verkehrs- und Geschäftsstraße mit vorwiegend inhabergeführten Geschäften, Büros und Wohnungen. Vom Bahnhof Dinslaken kommend, stellt sie eine wichtige Eingangssituation in das innerstädtische Zentrum von Dinslaken dar und bildet die Achse zwischen dem Bahnhof und dem neugestalteten Neutorplatz. Dieser Funktion wurde die Bahnstraße aufgrund ihrer Gestaltung jedoch nicht ausreichend gerecht. Sie war von starkem Durchgangsverkehr geprägt und Parkplätze dominierten das Straßenbild. Die Gehwege waren zu schmal und in schlechtem Zustand. Insgesamt entsprach das Erscheinungsbild der Bahnstraße nicht einer innerstädtischen Geschäftsstraße und Flaniermeile.

Vor diesem Hintergrund wurde im Jahr 2013 das Ingenieurbüro Stolz aus Neuss von der Stadt Dinslaken beauftragt, ein Konzept für die Neugestaltung der Bahnstraße zu erstellen. Ziel war es, den öffentlichen Raum attraktiver zu gestalten und dadurch die Bahnstraße in ihrer Funktion als Geschäftsstraße zu stärken, insbesondere da sie durch den Bau des Einkaufscenters am Neutorplatz und den Umbau des Neutorplatzes eine verbesserte Lagegunst erhalten hatte. Wichtige Grundlage für die Neugestaltung war von Anfang an der Austausch mit ansässigen Geschäftsleuten und Eigentümern, die mit ihren Ideen und Anregungen die Planungen begleiteten. Es wurden bspw. im Rahmen des Verfügungsfonds gemeinsam mit den Geschäftsleuten Stelen mit der Aufschrift der Bahnstraße errichtet. Außerdem regten die ansässigen Geschäftsleute Hülsen für die Aufstellung eines Weihnachtsbaums an. Ein großes Augenmerk wurde auf die Gestaltung der Eingangssituation gelegt. Die Straße ist heute deutlich verkehrsberuhigt zugunsten von Fußgängern, Radfahrern und der Aufenthaltsqualität. Die Achse zum Neutorplatz wird nun durch einen baumbestandenen Mittelstreifen betont, der Fußgängern das Queren der Straße überall ermöglicht. Begünstigt wird das Queren zudem dadurch, dass die Stellplätze im Straßenraum nach dem Umbau parallel zur Straße angeordnet und reduziert sind. Durch die vergrößerte Stellplatzanlage im Norden sind in der Bilanz - zur Freude der Einzelhändler - insgesamt nur wenige Stellplätze weggefallen.

Die Neugestaltung dauerte etwa acht Monate und wurde in zwei Bauabschnitten realisiert. Der Umbau wurde begleitet durch eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit in Zusammenarbeit mit den Geschäftsleuten vor Ort. Hier war das Citymanagement federführend. Es wurden regelmäßig Baustellenstammtische organisiert und Informationsflyer entwickelt. Um die Geschäftseingänge zu markieren, wurden rote Teppiche ausgerollt und zur Weihnachtszeit wurden in einer gemeinsamen Aktion die Baustellenzäune geschmückt. Fertigstellung war im Juli 2017, die feierliche Eröffnung fand jedoch schon vorab beim Tag der Städtebauförderung im Mai 2017 statt.


Ansprechpartnerin:

Liesa Schroeder
Stabstelle Stadtentwicklung

TEL 02064-66-427
MAIL liesa.schroeder@dinslaken.de

Neutorplatz
Leitbild Innenstadt Dinslaken
VORHER - Blick Richtung Neutorplatz
VORHER - Blick vom Neutorplatz
NACHHER - Blick Richtung Bahnhof
NACHHER - Blick Richtung Neutorplatz
Eröffnungsfeier am Tag der Städtebauförderung 2017

Bildrechte: © Stadt Dinslaken
Planzeichnung links: © Ingenieurgesellschaft Stolz mbH